Kronen & Brücken

Kronen

Ist der Zahn durch Karies so weit zerstört, dass er mit einer Füllung nicht mehr in seiner Form und Funktion wiederhergestellt werden kann, wird eine Überkronung des gesamten Zahnes notwendig. Hierbei überdeckt die künstliche Zahnkrone den – zuvor von Karies befreiten und mit Kunststoff aufgebauten – präparierten Zahnstumpf. Die Krone lässt sich je nach Aufwand ästhetisch und funktionell optimal anpassen. Man unterscheidet 4 verschiedene Arten von Kronen:

+Vollguss-Kronen
Vollgusskronen können sowohl aus Nichtedelmetall- als auch aus Edelmetalllegierungen angefertigt werden. Edelmetalllegierungen sind jedoch passgenauer, korrosionsbeständiger und somit länger haltbar.

Da die Kronen eine metallene Farbe haben, kommen sie, wenn überhaupt, nur im hinteren Seitenzahnbereich zum Einsatz.

+Keramische Verblendkronen
Mit Hilfe von keramischen Verblendkronen ist man in der Lage, den Zahn optisch weitestgehend naturgetreu nachzubilden. Hierzu wird auf ein zuvor aus einer Edelmetalllegierung gegossenes Goldkäppchen zahnfarbenes Keramikmaterial aufgebrannt.

Nachteilig ist, dass, bedingt durch das unter der Keramik befindliche Goldkäppchen, auf den Zahn auftreffendes Licht nicht wie beim natürlichen Zahn durch diesen hindurch schimmert. Dieses Manko kann jedoch meist durch eine individuelle Schichtung der Keramik ausgeglichen werden.

Ein weiterer Nachteil ist, dass, falls das Zahnfleisch leicht zurückgeht, im Kronenrandbereich der Metallrand durchschimmert. Diesem Nachteil kann durch Anfertigung einer sogenannten Keramikschulter begegnet werden. Hierbei wird der zur Lippe weisende Anteil des Kronenrandes metallfrei gestaltet. Dieses Verfahren ist jedoch sehr aufwendig, da im Randbereich eine exakte Stufe präpariert werden muss.

+Zirkonoxid-Kronen
Im Gegensatz zu den keramischen Verblendkronen, bei denen ein Grundgerüst aus Metall die Basis der Krone bildet, ist das bei dieser Art von Kronen das Material Zirkonoxid. Hierbei fräst ein Präzisionsschleifroboter das Grundgerüst aus einem stabilen industriell gefertigten Zirkonkeramikblock heraus. Das spätere Aufbrennen der Keramik funktioniert ähnlich dem Procedere bei keramischen Verblendkronen. Da diese Art von Kronen Metallfrei sind, stellen sie eine Alternative für Metall-Allergiker dar. Im Gegensatz zu Vollkeramik-Kronen werden sie konventionell befestigt, d.h. sie können auch bei tief unter das Zahnfleisch reichenden Defekten zum Einsatz kommen.
+Vollkeramik-Kronen
Vollkeramikkronen sind, wie der Name schon sagt, gänzlich metallfrei. Diese Art der Kronen kommt vor allem im Frontzahnbereich zum Einsatz. Sie wirken ästhetisch sehr gut, da das auf den Zahn auftreffende Licht durch diesen hindurch scheinen kann. Von der Fertigung her ist diese Art der Kronen noch aufwendiger als Galvano-Kronen. Sie stellt sowohl für den Zahnarzt als auch für das Zahnlabor die schwierigste Versorgungsform dar.

 

Brücken

Zahnlücken in einem Gebiss zu schließen, ist die Hauptaufgabe von festsitzendem Zahnersatz. Bleibt eine Zahnlücke längere Zeit unversorgt, wachsen Zähne des Gegenkiefers in diese Lücke hinein. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Nachbarzähne in die Lücke hinein kippen. Die Stabilität des Gebisses geht verloren. Liegt die Zahnlücke im Seitenzahnbereich, kommt es zu Beeinträchtigungen der Kaufunktion, bis hin zu Verdauungsproblemen. Geht ein Frontzahn verloren, sind Aussehen und Sprachfunktion beeinträchtigt. Eine Brücke besteht aus den Pfeilerkronen, die an den die Zahnlücke begrenzenden Zähnen befestigt werden, und dem Brückenzwischenglied, welches die Lücke überbrückt. Genau wie bei den Kronen gibt es Vollgussbrücken, keramisch verblendete Brücken, Galvanobrücken und Vollkeramikbrücken.